Meine persönliche sexuelle Revolution

Es war der erste Abend unseres gemeinsamen Urlaubs. Mit den Mädels aus meiner Clique hatte ich gerade mein Abi in der Tasche, und genau das wollten wir gebührend feiern. Die Wahl fiel schnell auf Mallorca. Hier erhofften wir uns alles, was zum Feiern dazugehört: Strand, Musik, Alkohol – und ein bisschen Erotik.
Die schärfste Truppe am Strand
Wir trafen uns unten an der Rezeption und musterten gegenseitig unsere Strandmode. Die meisten meiner Freundinnen hatten sich für einen klassischen Bikini entschieden, zwei sogar mit String-Tanga. Ich trug einen schwarzen Monokini, zu dem mir die anderen geraten hatten – so angezogen, meinten sie, käme kein Mann mit Augen im Kopf an mir vorbei. Angeheitert vom ersten Cocktail des Tages übten wir auf dem Weg zum Strand unseren Hüftschwung: eine wilde Horde von acht sexy Mädels, ungebunden, frei und einem heißen Abenteuer nicht abgeneigt.
Am Strand suchten wir uns eine gute Stelle mitten unter den anderen Gästen. Während die Ersten sofort ins Wasser rannten, blieb ich noch kurz stehen und sondierte die Lage – was die Strandmode anging, waren wir mit Abstand die schärfste Truppe hier, und das sollte uns schnell Blicke einbringen. Dann rannte auch ich los, tauchte kopfüber in die kühlen Fluten, und als ich zurück an den Strand kam, spürte ich schon die ersten Blicke auf mir.
Eine Bassstimme neben mir
Zurück bei unseren Liegen hatten einige meiner Freundinnen bereits männliche Gesellschaft gefunden – dabei war es erst unser erster Urlaubstag. Ich raffte meine nassen Haare zu einem Pferdeschwanz, setzte mich auf eine freie Liege und lächelte in die Runde. Da fragte eine tiefe, angenehme Bassstimme neben mir nach meinem Namen. Ich drehte mich um, und von diesem Moment an verstanden wir uns auf Anhieb. Was mit belanglosem Smalltalk begann, wurde schon bald tiefer, vertrauter – so vertraut, dass ich völlig vergaß, auf die Zeit zu achten, bis eine Freundin uns daran erinnerte, dass die Sonne bereits unterging.
Er begleitete mich zu den Strandduschen, den Arm um mich gelegt. Auf dem Weg dorthin spürte ich seine Hand ein Stück abwärts wandern – und war fast enttäuscht, als der Druck genauso schnell wieder verschwand. Bevor wir uns trennten, flüsterte er mir eine Adresse zu und die Bitte, ihn heute Abend zu besuchen. Ich brauchte einen Moment, um überhaupt wieder klar denken zu können. Diese Stimme hallte noch lange in meinem Kopf nach.
Was soll ich anziehen?
Allein in meinem Hotelzimmer starrte ich auf die Kleidung, die ich vor mir ausgebreitet hatte. Ein schönes Kleid, oder doch lieber etwas Gewagteres? Ich dachte an den besitzergreifenden Klaps, den er mir am Strand gegeben hatte, ganz beiläufig, fast im Vorbeigehen – und daran, wie sehr mich das aus der Fassung gebracht hatte. Dabei hielt ich mich für eine selbstbewusste Frau, die sich von niemandem etwas sagen lässt. Und trotzdem hatte dieser eine Klaps etwas in mir ausgelöst, das ich vorher nicht kannte. Am Ende entschied ich mich für Bustier, Minirock, Strapse und High Heels.
Die Liebesschaukel
Als ich vor seiner Tür stand, pochte mein Herz bis zum Hals. Er erwartete mich bereits, half mir aus der Jacke, bot mir etwas zu trinken an. Mein Blick fiel auf einen weich gepolsterten Sitz, der von der Decke hing. Auf meine Frage hin erklärte er mir ruhig, dass es sich um eine Liebesschaukel handelte. Er sah mir die Skepsis wohl an, denn er wurde für einen Moment ganz ernst und versicherte mir, dass er mir gleich die Augen verbinden würde und ich mich einfach nur zurücklehnen und seiner Stimme lauschen solle – dass nichts geschehen würde, was ich nicht wollte. Ich glaubte ihm, und meine anfängliche Skepsis wich der Neugier.
Ich legte mich in die Schaukel, ließ mir die Augen verbinden und bettete den Kopf auf den weichen Stoff. Seine Stimme führte mich behutsam, während sich ein Kribbeln über meinen ganzen Körper ausbreitete. Er fragte nach meiner liebsten Stellung, nach dem, was mich erregte – und ich antwortete, ehrlicher, als ich es je einem Fremden gegenüber gewesen war. Es war ein unglaubliches Gefühl, ihm ausgeliefert zu sein und gleichzeitig genau zu wissen, dass ich jederzeit Nein hätte sagen können.
Seine Stimme kam näher, ganz nah an mein Ohr, und fragte flüsternd, wie mir der Klaps am Strand gefallen habe. Ich wollte ihn berühren, nach ihm greifen – doch er hatte sich bereits wieder entfernt. Er bot mir an, die Augenbinde abzunehmen, und meinte, danach solle ich ihn um mehr bitten, wenn ich es wollte. Er spielte mit mir, das war klar, und die Regeln bestimmte er. Aber die Gefühle, die er in mir auslöste, waren überwältigend – etwas, das ich so noch nie erlebt hatte. Ich leckte mir die Lippen und ließ mir die Augenbinde abnehmen.
Was in dieser Nacht folgte, blieb ganz zwischen uns beiden. Aber so viel steht fest: Dieser Urlaub veränderte etwas in mir für immer – meine ganz persönliche sexuelle Revolution hatte gerade erst begonnen.
